Ausweiskopie anfordern: wann sie erlaubt ist und wie sie sicher zur Vollmacht kommt
Aktualisiert am 5. September 2026
Paketshop, Werkstatt, Amt: Wer für jemand anderen etwas abholt, braucht neben der Vollmacht oft eine Kopie des Ausweises der vollmachtgebenden Person. Gleichzeitig ist die Ausweiskopie ein sensibles Dokument, mit dem sich Identitätsmissbrauch betreiben lässt. Dieser Ratgeber erklärt, wann eine Kopie verlangt werden darf, was die DSGVO und die Ausweisgesetze dazu sagen, und wie signhere eine Ausweiskopie so an ein Dokument hängt, dass sie nur für diesen einen Zweck taugt.
Darf man eine Ausweiskopie verlangen?
Ja, wenn es dafür einen legitimen Grund gibt und die Kopie nicht mehr Daten enthält, als nötig. In Deutschland regelt § 20 Personalausweisgesetz, dass der Ausweisinhaber selbst Kopien anfertigen darf; die Kopie muss als solche erkennbar sein und darf nur mit Einwilligung weitergegeben werden. In Österreich ist das Anfertigen einer Kopie für Alltagszwecke wie die Abholung üblich und zulässig, solange die Datenverarbeitung nach DSGVO einen Zweck hat und die Kopie danach gelöscht wird. Die Schweiz sieht es mit dem Datenschutzgesetz ähnlich. Was in allen drei Ländern gilt: Der Zweck muss klar sein, die Kopie darf nicht länger als nötig aufbewahrt werden, und Daten, die nicht gebraucht werden, dürfen geschwärzt sein.
Wasserzeichen: der wichtigste Schutz
Eine Ausweiskopie mit dem quer darüber liegenden Vermerk "Nur zur Paketabholung am 12.03.2026" ist für einen Betrüger wertlos, weil keine Bank und kein Anbieter sie akzeptiert. Deshalb empfehlen Datenschutzbehörden das Wasserzeichen ausdrücklich. Bei signhere legt die unterschreibende Person das Wasserzeichen mit einem Tipp über die Kopie und schreibt den Zweck hinein. Es wird fest in das Bild gedruckt und lässt sich nicht entfernen.
So läuft es mit signhere
Die Ausweiskopie entsteht direkt beim Unterschreiben, ohne Scanner und ohne dass das Foto irgendwo im Chat-Verlauf liegen bleibt.
- Beim Hochladen der Vollmacht "Ausweiskopie anfordern" aktivieren und den Zweck angeben, zum Beispiel "Paketabholung Filiale Wien Mitte".
- Die unterschreibende Person öffnet den Link, unterschreibt und wird dann gebeten, Vorder- und Rückseite des Ausweises zu fotografieren.
- signhere erkennt den Ausweis, schneidet ihn zu und begradigt ihn. Beide Seiten eines beidseitigen Scans werden automatisch getrennt.
- Die Person prüft das Ergebnis, legt das Wasserzeichen mit dem Zweck darüber und bestätigt.
- Die Kopie wird als letzte Seite an die Vollmacht gehängt. Das komplette PDF geht an die Person, die es angefordert hat.
Aufbewahrung und Löschung
Dokumente mit Ausweiskopie werden bei signhere nach sieben Tagen gelöscht, nicht nach 30 wie andere unterschriebene Dokumente. Das Foto wird nur für den Zuschnitt verarbeitet und nicht getrennt gespeichert. Wer das PDF danach aufbewahrt, sollte es nach dem Zweck löschen, etwa nach der Abholung.
Was auf der Kopie zu sehen sein muss
Für eine Abholung reichen Name, Geburtsdatum, Foto und Gültigkeit. Die Ausweisnummer und die Zugangsnummer auf der Rückseite werden selten gebraucht und dürfen abgedeckt werden. Manche Stellen verlangen ausdrücklich beide Seiten. Frag im Zweifel vorher nach, welche Angaben sichtbar sein müssen.
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PDF hochladenHäufige Fragen
Muss ich beide Seiten des Ausweises kopieren?
Nur wenn die Stelle es verlangt. Für die meisten Abholungen reicht die Vorderseite. signhere fragt beide Seiten ab, du kannst die Rückseite aber weglassen.
Kann ich den Reisepass statt des Personalausweises verwenden?
Ja. Die Erkennung funktioniert mit Personalausweis, Reisepass und Führerschein. Bei einem Pass ist nur die Datenseite nötig.
Was passiert mit dem Foto?
Es wird zugeschnitten, mit dem Wasserzeichen versehen und in das PDF eingebettet. Das Original wird nicht gespeichert. Das PDF wird nach sieben Tagen gelöscht.
Darf ein Paketshop eine Ausweiskopie verlangen?
Ja, das ist bei der Abholung für Dritte üblich und zulässig. Er darf sie nur für die Herausgabe verwenden und muss sie danach löschen.
Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.